Saturday, July 21, 2007

Zahnaerzte und Freundlichkeit

Nachdem heute arbeitsmaessig nichts so funktioniert hat wie es soll, habe ich mir kurz entschlossen eine Karte fuer "Little Shop of Horror" gekauft. Das Musical wurde hier von einem College aufgefuehrt, also keine Riesenproduktion. Es wurde mir von einem Arbeitskollegen waermstens empfohlen, und hey, es ist Samstag! Das College ist per Bus ca. 1 Stunde entfernt. Angekommen schaute ich wann Busse zurueckfahre, verwoehnt von Berlin und Edinburgh hab ich kein Problem gesehen...von wegen... Letzter Bus um 22:06. Musical fing um 20:00 an, vielleicht hab ich ja Glueck. Auch das nicht, die Schaetzungen lagen bei 22:15. Ich fragte dann die Frau die die Karten kontrollierte ob es noch andere Moeglichkeiten gibt zurueck nach Santa Cruz zu kommen, ihr fiel aber auch nichts anderes ein. Ausser das sie spaeter zurueck faehrt und es kein Problem ist mich mitzunehmen. Und da kannte Sie mich gerade eine Minute. Ich war beeindruckt. Wie der Zufall es so will stand dann unser Systemadministrator, Jorge, hinter mir "Hey Thomas, brauchst du eine Mitfahrgelegenheit?". Guter Laune das ich nicht frueher aus dem Musical oder trampen muss, habe ich mich dann zu meinem Platz begeben.
Neben mir hat ein kleines Maedel gesessen, ca 7 Jahre alt. Typisch fuer die Leute hier fing sie sofort ein Gespraech an, ob ich das Musical schon gesehen hab etc. Das interessante kam allerdings als wir auf die Zahnarztszene zu sprechen kamen. Ich fragte Sie ob es so ist wie beim richtigen Zahnarzt. Sie erzaehlte mir dann wie es bei ihrem Zahnarzt ist: Sie legt sich auf den Stuhl und bekommt dann eine Art Plastikspreizer in den Mund (stelle mir das etwa so vor). Dieser wird soweit aufgedreht bis Sie das Gefuehl hatte die Lippen reissen. Dann wurden die Arme seitlich fixiert, dann der Kopf das Sie ihn nicht wegdrehen kann. Ich werde meine Zaehne hier immer gut putzen!
Man merkt hier auch ganz deutlich das Californien sehr tolerant ist. Ich habe noch nie so viele Schwule gesehen. Neben mir hat ein Paerchen aus Sacramento gesessen die mir viel ueber Geschichte des Musicals erzaehlt haben. Und falls ich einmal nach Sacramento komme bin ich herzlich willkommen. ;-) Einer meiner Arbeitskollegen ist ebenfalls schwul man sieht das hier seht relaxed.
Zu guter Letzt hat dann Jorge mir angeboten ein Fahrrad das er nicht benutzt so lange zu leihen wie ich hier bin. Nordkalifornien ist wirklich nicht Amerika... ;)

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